19.9.2026
Drei Spiele, drei völlig unterschiedliche Gesichter – und am Ende purer Jubel in der Halle: Die U17 der SG Magden/Möhlin hat sich nach einem denkbar schweren Saisonstart eindrucksvoll zurückgekämpft und im ersten Heimspiel der Saison für einen echten Handball-Krimi gesorgt.
Der schwere Start
Der Auftakt in die neue Saison war brutal. Gegen die SG Fricktal setzte es eine herbe 23:64-Klatsche – eine Niederlage, die weh tat. Schon eine Woche später zeigte die Mannschaft eine bemerkenswerte Reaktion: Auswärts gegen die SG Handball Oberbaselbiet trat das Team mit völlig veränderter Körpersprache auf. Trotz einer knappen 29:31-Niederlage bewiesen die Jungs enorme Moral, hielten bis zur Schlussminute voll dagegen und setzten damit das klare Zeichen: Der Aufwärtstrend ist eingeleitet.
Schwierige Vorzeichen vor der Heimpremiere
Das erste Heimspiel am vergangenen Samstag stand personell allerdings unter keinem guten Stern. Das Verletzungspech schlug bereits im Fricktal-Spiel zu und setzte sich unglücklich im Abschlusstraining mit einem weiteren Ausfall fort. Zu allem Überfluss ging auch noch eine Krankheitswelle um: zwei Spieler waren angeschlagen, darunter Führungsspieler Dario. Dario und Johnah die nach einer ganzen Woche Krankheit auf die Zähne bissen, um dem Team zu helfen. Mit einem dezimierten und teils geschwächten Kader ging man ins Spiel – glücklicherweise verstärkt durch Erik Steffen, der von unserem Partnerverein TV Möhlin zur Verfügung gestellt wurde.
Herzschlagfinale bis zur letzten Sekunde
Von Beginn an entwickelte sich ein offener, hochintensiver Schlagabtausch, bei dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Mal lag unser Team mit zwei Toren zurück, kämpfte sich wieder zum Gleichstand heran, ging selbst mit zwei Treffern in Führung – nur um den Gegner wieder herankommen zu lassen.
Fünf Sekunden vor dem Schlusspfiff zeigte die Anzeigetafel ein leistungsgerechtes 29:29. Ein dramatisches Unentschieden lag in der Luft, doch unser Team hatte noch einen letzten Pfeil im Köcher: Nach einem schnellen Vorstoss, feuerte Erik den Ball mit der Schlusssirene aufs Tor – und traf! Der Ball zappelte im Netz, der 30:29-Sieg war perfekt und die Halle stand Kopf.
Noch ein Wort zu Emotionen
Für mich als Trainer, der nun schon seit gut zwei Jahren mit dieser Truppe arbeitet, war dieser Samstag noch aus einem ganz anderen Grund ein echtes Highlight: Zu sehen, wie die Jungs nach dem Schlusspfiff explodiert sind, welche Emotionen frei wurden und wie intensiv und ehrlich sie sich über diesen Sieg gefreut haben, war einfach überwältigend.
Genau das ist es, was diesen Sport ausmacht und was ich in dieser Mannschaft sehen will:
- Zusammenstehen, wenn es weh tut und Spiele verloren gehen.
- Echtes Feuer und Freude, wenn man sich gemeinsam für die Mühen belohnt.
Weiter so, Jungs!
